Dreimal Podest in Wachenheim
Doppelbelastung für junge Sportler
Ein sportliches Wochenende liegt hinter dem Radfahrer-Verein Bolanden. Gleich auf mehreren Veranstaltungen waren die Sportler aktiv und erfolgreich.
Am Samstag den 25.01.2026 nahmen die Radrennfahrer des RVB’s am Athletiktest des Radsportverbandes Rheinland-Pfalz teil. Dieser besteht aus den Disziplinen Trittfrequenztest, Standweitsprung, 20-Meter-Sprint, Gewandtheitslauf und einem sogenannten Shuttle-Run. Bei diesem Ausdauer- und Fitnesstest muss der Sportler die Strecke von 20m zwischen zwei Linien in immer kürzer werdenden Zeitintervallen zurücklegen.
In der Klasse U11 ging mit Valentin Rieser der jüngste Rennfahrer des Vereins an den Start. Er ist erst seit rund drei Monaten im Training und somit war dies für ihn der erste Wettkampf überhaupt. Die anfängliche Nervosität war auch deutlich spürbar, legte sich jedoch im Verlauf des Wettbewerbs. Valentin absolvierte alle Disziplinen fehlerfrei und belegte am Ende einen respektablen 16. Platz unter 19 Teilnehmern. Sowohl er als auch sein Trainer Hermann Schäffer zeigten sich mit der Leistung sehr zufrieden.
In der Klasse U13 war der RVB mit drei Fahrern vertreten. In einem Feld von 16 Teilnehmern erreichte Felix Bierling einen sehr guten 6. Platz. Constantin La Cava belegte Rang 9 und Luca Giro komplettierte das Ergebnis mit Platz 10.
In der Klasse U15 vertrat Raphael Ollig die Bolandener. Mit einer sehr guten Leistung sicherte er sich in einem 13 Teilnehmer starken Feld den 7. Platz.

Direkt am darauffolgenden Sonntag stand für den RV Bolanden der Rheinhessen Cross 2026 in Wachenheim/Zellertal auf dem Programm. Verletzungsbedingt konnten zwar nur drei Fahrer an den Start gehen, diese zeigten sich jedoch auch nach der Belastung am Vortag in einer sehr guten Form.
In der Klasse U11 startete Lars Bierling. Der technisch anspruchsvolle Parcours mit vielen engen Kurven und schwierigen Streckenabschnitten stellte die Fahrer vor große Herausforderungen. Zunächst musste eine Laufrunde absolviert werden um zum Rad, welches im Start-/Zielbereich abgelegt war, zu gelangen. Erst im Anschluss ging das eigentlich Radrennen los.
Lars fuhr, wie auch in den vergangenen Rennen, am absoluten Limit und erreichte einen sehr guten 6. Platz in einem Feld von neun Fahrern.
In der Klasse U13 startete sein Bruder Felix Bierling. Auch hier stand zunächst eine Laufrunde auf dem Programm. Felix erreichte das Rad im vorderen Feld, jedoch hatte er beim Aufsteigen und Einklicken leichte Schwierigkeiten und verlor dadurch zwei Positionen. Als Sechster ging er in die erste von fünf Runden. Durch taktisch kluges Fahren konnte er in jeder Runde Zeit auf die Spitze gutmachen und sich bis Position 4 vorarbeiteten. In der letzten Runde setzte Felix einen beherzten Angriff und schob sich auf den dritten Platz. Somit durfte er sich über einen verdienten Platz auf dem Podest freuen.

Raphael Ollig startete im U15-Rennen. Die Strecke für diese Altersklasse war nochmals anspruchsvoller gestaltet und beinhaltete mehrere technisch sehr schwierige Passagen sowie eine steile Treppe. Diese bereitete Raphael und seinem Trainer im Vorfeld etwas Sorgen, da Treppen nicht zu seinen Stärken zählen. An diesem Tag meisterte er diese Passage jedoch sehr souverän. Durch großen Ehrgeiz und ein technisch einwandfreies Rennen konnte er sich ebenfalls auf den dritten Platz vorfahren und stand damit ebenfalls auf dem Siegerpodest.

Trainer Hermann Schäffer zeigte sich hochzufrieden mit den Leistungen seiner Fahrer: „Die Jungs haben sich an diesem Wochenende von ihrer besten Seite gezeigt, alles aus sich herausgeholt und sich dafür mit Podestplätzen belohnt.“
Gleichzeitig wünscht der Trainer den beiden verletzten Fahrern eine gute und schnelle Genesung.
Nun geht es für die Nachwuchsfahrer in die wohlverdiente Winterpause. Das Training für die kommende Straßenradsaison wird jedoch fortgesetzt, um die notwendigen Grundlagen für die Rennen zu erarbeiten. Die ersten Straßenrennen werden bereits im März ausgetragen. Auch in diesem Jahr planen die Radrenner die Teilnahme an rund 35 Rennen.
Verein und Vorstandschaft wünschen allen eine gute Erholung, den Sportlern für die kommende Saisonviel Erfolg und vor allem sturzfreie Rennen.
Bereits am Samstag trat auch Radballer Peter Sziedat auf ungewohnten Untergrund in die Pedale. Er war ebenfalls Gast in Wachenheim aber in der Klapprad-Klasse. Wie es sich für ein Cross-Rennen gehört, startete auch der„Saturday Night Klapp Fever“ mit einemkurzen Lauf zum Rad. Nach einigen Runden sortierte sich das Fahrerfeld und Peter kam gut in Tritt. Durch diverse Überrundungs- und Überholvorgänge war ihm bis zum Schluss nicht klar, auf welchem Rang er im rund 30 Teilnehmer großen Starterfeld eigentlich fährt. Zum Zieleinlauf verkündete der Stadionsprecher dann die frohe Botschaft, dass auch er sich hinter Jörg Reiche von der Klappradbrigade aus Dresden und dem Vorjahresdritten Hendrik Liebau auf den Bronzerang geschoben hat. Und das bei seinem ersten Start in einem Klappradrennen und mit einem rund 40 Jahre alten originalem Drahtesel.

Somit war dieses Wochenende ein äußert erfolgreiches für den RV Bolanden. |szip
Zusatzbeitrag von Kassenwart Lisa Weller zum Saturdas Night Klapp Fever
Der Osten kann Klapprad – Ostdeutsche Teilnehmer beim 3B-Rhoihessecross klar führend
Am Samstag fand in Wachenheim im Zellertal eine außergewöhnliche Sportveranstaltung unter dem Namen „Saturday Night Klapp Fever“ für Historiker und echte Fanatiker statt. Teilnehmen konnte nicht jeder, denn für die Teilnahme musste man im Besitz eines original Klapprads und zwar ohne Gangschaltung sein. Sehr erfreulich für den Mainzer Radsportverein als Veranstalter war, dass sich die Teilnehmerzahl aus dem letzten Jahr nochmal steigern konnte auf dieses Mal gut 30 „Klappis“, wie die Starter/-innen liebevoll vom Kommentator angekündigt wurden. Ob der Sport hier an erster Stelle stand, war für einige Zuschauer zunächst fraglich, da die meisten Klappradfahrer in bunten und auffällig leuchtenden Kostümen an den Start gingen. Schon in der Ausschreibung war zu lesen, dass „Gutes Aussehen auf dem Klapprad ist ein absolutes Muss“ ist. Auch scheint in der Klapprad-Szene beliebt zu sein, stilecht im Bademantel an den Start zu gehen.
Nach einer kurzen Einweisungsrunde und Erkundung der Strecke ging es mit einem ca. 50m-Lauf, einem sogenannten „Le-Mans-Start“ an die bereitgestellten Räder und auf die Strecke, die sich über die komplette Fläche des Wachenheimer Sportplatzes mit vielen Schleifen und auch einigen Hindernissen vor den Zuschauerplätzen schlängelte. Vom örtlichen nahen Radfahrer-Verein Bolanden ging erstmalig der aus Freiberg (Sachsen) stammende Peter Sziedat an den Start. Er freute sich sehr auf sein Debüt bei seinem ersten offiziellen Klappradrennen, denn er ist im Besitz gleich zwei original DDR-Klappräder. Ebenfalls mit original rotem Helm ging es für Peter, der im Bolander Radball sein neues sportliches zu Hause gefunden hat an die Startlinie. Anfangs nicht gut ins Rennen gefunden, da er unter den vielen Klapprädern und der bereits eingesetzten Dämmerung zunächst Schwierigkeiten hatte sein eigenes Klapprad ausfindig zu machen. Auf dem Rad angekommen war Peter sofort in seinem Element und überholte nun Fahrer für Fahrerin, um unter Flutlicht und stimmungsvoller Musik durch eine Liveband angetrieben, wieder Plätze gut zu machen. Am Ende schaffte es Peter in seinem ersten Klapprad-Cyclo-Cross-Rennen hinter dem aus Dresden stammenden Joerg Reiche (Team Klappradbrigade) und dem letztjährig Drittplatzierten Hendrik Liebau einen überragenden 3. Platz auf dem Siegertreppchen. Knapp gefolgt von seinem direkten Verfolger, der ebenfalls aus Dresden stammende Teamkollege der „Klappradbrigade“, Maik Brodhuhn, der nur 1,3 Sekunden hinter Peter ins Ziel kam und somit das Podium nur knapp verfehlte.
Nach der Siegerehrung der Bestplatzierten in jeder Alters- und Geschlechterklasse wurde noch das beste Kostüm von den Zuschauern gewürdigt und die Klapprad-Community auf ein erfolgreich durchgeführtes Saturday Night Klapprad-Cyclo-Cross-Rennen zurückblicken.
Für das nächste Jahr haben sich bereits die ersten Teilnehmer wieder bereiterklärt und freuen sich, wenn es noch weitere neue Klapprad-Liebhaber wie Peter gibt.
